Rasse
Dackel-Terriermix
Alter
geb. 03/2014
Größe
ca. 30 cm
Herkunft
Italien

 


 

Ihr Ansprechpartner für diesen Hund:
Astrid Zimmer
Auf Pflegestelle bei Bayreuth
Beschreibung:

 

Update für Cencia vom April 2020
 
Die kleine Cencia lebt jetzt seit einem knappen halben Jahr in ihrer Pflegstelle in Deutschland. Aus der extrem traumatisierten und ängstlichen Hündin ist inzwischen ein lebenslustiger und aufgeweckter Hund geworden. Es war  endlich möglich, ihr ein Geschirrchen anzuziehen und nun darf sie das Pflegefrauchen und ihren Kumpel Pongo an der Schleppleine beim täglichen Spaziergang begleiten. Das ist für Cencia das Größte überhaupt. Sie findet jede Menge interessanter Gerüche zum Schnüffeln, hat schon problemlos Begegnungen mit Radfahrern oder Spaziergängern gemeistert und die ersten Schafe ihres Lebens auf der Weide gesehen. Autos findet sie noch ziemlich unheimlich, aber das ist ja nach einem Leben in Isolation auch verständlich. Zu ihren besonderen Highlights gehört ausgiebiges Wälzen in den gelben Butterblumen, auch ein Fußbad im Schlamm fand sie sichtlich angenehm. Zur Zeit darf sie in aller Ruhe alles entdecken, was ihr die Welt so bietet. Noch lässt sie sich nicht anfassen, aber wir denken, dass sie mit der körperlichen und geistigen Auslastung durch das tägliche Laufen endlich zur Ruhe kommt und ihre Traumatisierung allmählich vergisst. Sie hat riesige Fortschritte gemacht und wieder einmal wurde uns bestätigt: Es lohnt sich, um jede Seele zu kämpfen!

 

Beschreibung:

Unsere 5-jährige, ca. 30cm große, kastrierte Cencia wurde mit gerade mal einem halben Jahr in Italien mutterseelenalleine im Wald gefunden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie von einem Jäger stammt, wahrscheinlich konnte sie bei einer Jagd nicht folgen oder sie wurde absichtlich zurück gelassen. Seitdem lebte sie im Tierheim.

Dort war sie in den ersten Jahren voller Angst und Panik und ließ keinen Menschen an sich heran. Mit der Zeit wurde das etwas besser, unsere Tierschutzkollegin konnte ihr Leckerli aus der Hand geben und sie auch anfassen.

Doch anleinen ist bis heute nicht möglich, das versetzt sie nach wie vor in große Angst. Zu allem Überfluss drohte ihr Ende des Jahres die Umsetzung in ein großes staatliches Tierheim. Den dort herrschenden schwierigen Bedingungen mit viel zu vielen Hunden auf zu engem Raum und ständigem Kampf um das wenige Futter wäre die kleine zarte Hündin nicht gewachsen gewesen. Der Umzug hätte für sie den sicheren Tod bedeutet. Das konnten wir nicht zulassen und Cencia durfte mit unserem letzten Transport nach Deutschland kommen.

Sie lebt jetzt auf einer Pflegestelle und lernt zum ersten Mal das Leben im Haus in engem Kontakt mit Menschen kennen. Noch ist sie ängstlich, aber auch sehr neugierig, was da an Neuem auf sie zukommt. Das Sofa hat sie schon am ersten Tag erobert, mit den im Haushalt lebenden drei Katzen kommt sie prima aus.

Der große Rüde der Pflegestelle ist ihr Vorbild, sie orientiert sich an ihm und lässt sich immer wieder von seiner Ruhe anstecken. Vom Pflegefrauchen lässt sie sich zwar noch nicht anfassen, aber sie sucht immer öfter den Kontakt und lässt täglich ein bisschen mehr Nähe zu, wir sind aber zuversichtlich, dass es mit der nötigen Geduld gelingen wird, ihr Vertrauen in den Menschen zu geben, so dass sie irgendwann ein ganz normales Leben in einer Familie führen kann. 

Für Cencia suchen wir ruhige Menschen, die Erfahrung und die Geduld mit Angsthunden haben, eine ländliche Umgebung, ein eingezäunter Garten und ein souveräner Zweithund ist ein Muss. Aber wenn einmal das Eis gebrochen ist, dann wird man für immer einen absolut treuen Begleiter an seiner Seite haben.

Mit Sicherheit wird dies noch einiges an Zeit und Arbeit mit sich bringen, aber sie macht gute Fortschritte und in ein paar Wochen gibt es bestimmt schon Neues zu berichten.