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Rasse
Pointer
Alter
geb. 06/2014
Größe
ca. 50 cm
Herkunft
Italien

 

 

 

Ihr Ansprechpartner für diesen Hund:
Astrid Zimmer
Auf Pflegestelle in Creußen
Beschreibung:

 

 

Ghibli auf der Suche nach dem großen Glück

Ghibli lebte wie unzählige anderer Jagdhunde in Italien bei einem Jäger in einem weit abgelegenen Gehege. Futter und Wasser gibt es nur sporadisch, Streicheleinheiten oder freundliche Worte kennen diese Hunde in der Regel nicht. Oft gibt es noch nicht mal ausreichend Schutz vor der Witterung, von einer weichen Decke ganz zu schweigen.
Und als ob dieses harte Los noch nicht genug wäre, wurde Ghibli irgendwann in diesem Frühjahr von seinem Besitzer an einen anderen Jäger abgegeben in ein ebenso unwirtliches Gehege. Ghibli ist aus dem Gehege entwischt und tagelang umhergeirrt. Dann wurde er angefahren und an der Hüfte verletzt. Der Jäger ließ ihn liegen in der Hoffnung, dass ein anderes Auto den Rest erledigen würde. Wir möchten uns nicht vorstellen, welche Schmerzen und Ängste der Hund in dieser Zeit ertragen musste.
 
Doch die Behörden wurden auf Ghibli aufmerksam und gaben ihn seinem Besitzer zurück, der ihn jedoch nicht mehr haben wollte und drohte, ihn zu erschießen. Zum Glück waren unsere Tierschutzkolleginnen zur Stelle und es gelang ihnen, Ghibli zu sichern. Ghibli wurde noch in Italien operiert, es musste der Femurkopf entfernt werden.
 
Anfang August konnte Ghibli  auf eine Pflegestelle nach Deutschland reisen. Uns trieb es beim Abholen die Tränen in die Augen. Ghibli war ein bis aufs Skelett abgemagertes und verwahrlostes Häufchen Elend, vollkommen apathisch und panisch.
 
Aber inzwischen hat er sich in rekordverdächtigen vier Wochen in einen wunderschönen und sehr typischen Pointerrüden verwandelt. Sein Fell glänzt seidig, durch die täglichen Spaziergänge hat er Muskeln aufgebaut und nahezu seine Idealfigur erreicht. Am meisten freut uns, dass er inzwischen sein verletztes Hinterbein normal benutzt und keinerlei Probleme damit hat. Die Physiotherapeutin, der wir ihn vorgestellt haben, ist sicher, dass er trotz der Operation beschwerdefrei bis ins hohe Alter laufen können wird.
 
Ghibli lebt auf seiner Pflegestelle mit einem Rüden und einer Hündin sowie zwei Katzen problemlos zusammen. Er ist wie alle Jagdhunde im Haus sehr ruhig und fast unsichtbar, draußen wird er munter und der Vollbutjagdhund ist nicht zu verleugnen. Er geht täglich mit seinen Hundekumpels spazieren und hat inzwischen auch Kondition für größere Strecken.Er wird seit einiger Zeit an der Schleppleine geführt und das Abrufen wird trainiert. Ob Ghibli jemals abgeleint werden kann, können wir derzeit nicht sagen, das wird in erster Linie darauf ankommen, dass es gelingt, eine starke Beziehung zu ihm aufzubauen. Ghibli ist unterwegs vollkommen gelassen bei Begegnungen mit anderen Hunden, Wanderern, Fahrrädern oder Autos. Seine anfänglichen Panikattacken hat er vollkommen abgelegt. Neuem begegnet er vorsichtig, aber keineswegs ängstlich. An der kurzen Leine geht Ghibli recht gut und ohne zu ziehen. Ihn im Auto mitzunehmen ist vollkommen stressfrei möglich, egal ob auf kurzen Strecken oder auf mehrstündigen Fahrten.
 
Wir wünschen uns für Ghibli ein Zuhause in ruhiger Umgebung, ein gut eingezäunter Garten ist ein Muss und allzuviele Treppenstufen sollte er nicht laufen müssen. Wenn bereits ein freundlicher Hund vorhanden ist, wäre das sicher für ihn schön, ist aber nicht zwingend notwendig. Ghibli schließt sich auch  sehr an díe Menschen an. Allerdings muss dann das Alleinbleiben mit ihm noch geübt werden, ohne Hundegesellschaft geht das bisher noch nicht so gut. Wenn seine neuen Menschen aber ins Büro begleiten dürfte, wäre das für Ghibli natürlich ein Traum - sicher würde er sich dort ganz brav in eine Ecke legen. Im neuen Zuhause sollten keine Kinder leben, die machen Ghibli im Moment noch sehr nervös. Ghibli ist ein sehr bewegungsfreudiger Hund und er kann ganz normal ausgelastet werden. Optimal für ihn wären Menschen, die gerne ausgiebig spazieren gehen oder wandern. Er sollte jedoch nicht für Hundesport eingesetzt werden und auch das Mitlaufen am Fahrrad oder beim Joggen würde sein Bein über die Maßen belasten. 
Auch wenn Ghibli in der kúrzen Zeit auf der Pflegestelle schon große Fortschritte gemacht und viel gelernt hat, werden seine neuen Menschen noch viel Geduld mit ihm brauchen, bis er so richtig in seinem neuen Leben angekommen ist. Aber das ist ja auch eine sehr spannende und bereichernde Aufgabe. Ideal wäre es, wenn er ein Zuhause bei Menschen finden würde, die schon Erfahrung mit Jagdhunden haben.
 
Wenn Sie nun neugierig auf diesen freundlichen und liebenswerten Hund geworden sind, melden Sie sich ganz schnell bei uns. Ghibli freut sich auf Ihren Besuch und bei gegenseitiger Sympathie steht einem Umzug zu Ihnen nichts im Wege!

 

 

 

 

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